Für Finanzprofis: Was heißt eigentlich „distressed M&A“

Was bedeutet „distressed M&A“

Neben den gewöhnlichen Mergers & Aquisition-Verfahren bei denen Firmen gekauft bzw. zusammen geführt werden, trifft man in der jüngeren Vergangenheit oft auf das Wort „distressed M&A“. Den englischen Ausdruckt „distressed“ (sprichwörtlich: erschüttert, verstört oder unglücklich) kann man hier am ehesten mit „notleidend“ deuten.

Im Wesentlichen geht es bei „distressed M&A“ ergo um einen Notverkauf, also den Verkauf einer Firma aus einer Notsituation folgend. Dies ist neben der fehlenden Finanzierung oft der Konkurs – also die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens.

Lesetipp: Einen guten Beitrag zum Thema Due Diligence und Datenraum findet man hier.

Damit scheint deutlich, welche Art Schwierigkeiten bzw. Fragestellungen sich ergeben:

    • Rasche Durchführung: Geldlich notleidende Firmen haben in aller Regel wenig Zeit . Abläufe wie eine Due Diligence um neues Kapital oder neue Investoren zu finden, müssen folglich sehr prompt und effizient abgewickelt werden
    • Vorgehen zur Rettung: Hier ist Kreativität unter Druck gefordert- ein tragbares Art und Weise zum Wiederaufbau des in Not geratenen Unternehmens ist unabdingbar bei der Suche nach Investoren.
    • Vertrauenswürdigkeit und Stillschweigen: Auch wenn in solchen Momenten oft mit dem Mitbewerb verhandelt wird, muss uneingeschränkte Diskretion sicher gestellt werden. Dies gilt vor allem für die gleichsam kostbaren Assets der Firma, wie Patente, Kundenliste und spezifisches Organisations-Know-How.
    • Weiterführung der FirmenUnternehmenstätigkeit in der Krisenphase: Auch unter den möglicherweise schwierigen Umständen, muss die Leitung der Firma den Firmenbetrieb weiter führen.

Bei der sich aus der Notlage ergebenden Prüfung ist in der Regel ein virtueller Datenraum hilfreich und auch notwendig. Mehr Angaben dazu bieten die fachkundigen Berater vom Softwarehersteller.